Was sind eigentlich Microgreens?

Inhaltsverzeichnis

Sie sind klein, grün und gesund. Aber was genau verbirgt sich hinter dem neuen Food-trend?

Definition Microgreens

Microgreens sind essbares, blättriges Gemüse, welches im Keimlingsstadium geerntet wird. Die essbaren Teile sind die Keimblätter (Kotyledonen) und der obere Stängel (das obere Hypocotyl). Die Wurzel (das untere Hypocotyl) sowie die Samenhülle werden nicht verzehrt, wodurch sich die Microgreens klar von den Sprossen abgrenzen.

In Abhängigkeit von der Pflanzenart und individueller Vorlieben werden Microgreens nach der Entfaltung der Keimblätter (Kotyledonen) oder beim Erscheinen des ersten echten Blattes geerntet. Die Keimblätter (Kotyledonen) sind aber in jeden Fall, mit Ausnahme von Gemüsearten, die unterirdisch (hypogäisch) keimen, zum Beispiel Erbsen, noch prall und grün, wodurch sich Microgreens von den sogenannten Baby-Leaf-Salaten unterscheiden.

Es kommt vor, dass Microgreens fälschlicherweise als Kresse bezeichnet werden. Dadurch kann es allerdings zu Missverständnissen kommen, da die Gartenkresse (Lepidium sativum) oder das Pfefferkraut (Lepidium latifolium) umgangssprachlich verkürzt auch als Kresse bezeichnet werden.

Welche Microgreens gibt es?

Beinahe jedes im rohen Zustand essbare Gemüse kann auch als Microgreens angebaut werden. Paprika, Tomaten, Kartoffeln und weitere Vertreter der Nachtschattengewächse kommen nicht infrage, da die grünen Pflanzenteile das giftige Solanin enthalten. Bohnenkeimlinge sollten nicht roh verzehrt werden, da sie Phasin enthalten, welches erst durch Erhitzung zerstört wird.

Darüber hinaus kann so ziemlich jedes Gemüse oder Küchenkraut als Microgreen angebaut werden. Besonders gut eignen sich Arten die schnell und gleichmäßig keimen. Darunter fallen jegliche Kohlgewächse und eng Verwandte wie Senf und Radieschen. Beliebte Microgreens sind unter anderem Rote Beete, Mangold, Sonnenblumen, Buchweizen, Erbsen, Amaranth, Chicorée, Alfalfa und Möhren. Aber auch Küchenkräuter oder Getreide wie Mais und Weizen lassen sich als Microgreen kultivieren.

Wie gesund sind Microgreens?

Microgreens gehören zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt. Egal für welche Microgreens Sorte man sich entscheidet, sie alle haben im Vergleich zum ausgewachsenen Gegenstück höhere Werte an Vitaminen, Antioxidantien und Mineralstoffen vorzuweisen. All die Nährstoffe, die zuvor im Keimling eingeschlossen waren, werden durch den Keimvorgang erweckt und für unseren Körper zugänglich gemacht. Satt wird man von Microgreens übrigens nicht, sie enthalten nur sehr wenige Kalorien.

Microgreens sollen ausgewachsenes Gemüse nicht ersetzen, sie sind aber eine nachhaltige und leckere Möglichkeit den Nährwert einer jeden Speise zu steigern. Toppe einfach dein Gericht mit deinem Lieblingsgreen und du erhältst lebenswichtige Vitamine und Mineralien.

Wie lange halten Microgreens?

Einmal geerntet halten Microgreens nur wenige Tage im Kühlschrank und müssen schnell verzehrt werden. Die Vermarktung von bereits geschnittenen Microgreens führt daher auch zu einer hohen Lebensmittelverschwendung.

Dabei gibt es eine ganz einfache Lösung für das Problem: Microgreens lebend vermarkten und selber anbauen, genauso wie wir es von den kleinen Kressekästchen schon kennen. Bleibt das Substrat durchgehend feucht, halten sich Microgreens mindestens noch zwei Wochen. So alt werden aber wohl die wenigstens Greens, denn sie passen einfach zu jeder Mahlzeit und sind dabei noch sehr gesund.

Wo kann ich Microgreens kaufen?

Microgreens sind ein neuer Trend, der sich in Deutschland jenseits der Spitzengastronomie erst langsam durchsetzt. In sehr gut sortierten Supermärkten kann man neben der allseits bekannten Gartenkresse auch Rucola oder Rettich Microgreens erstehen. Wer mehr Auswahl haben möchte, muss sie selber anziehen. Wie gut, dass es dafür eine einfache Lösung gibt...

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